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Am vergangenen Samstag wurde der Pistolenschießstand SG 1670 Roding Weiherhaus wieder kurzerhand zum Biathlon-Gelände umfunktioniert. Fleißige Helfer steckten am Vortag bereits die Strecke ab, brachten spezielle Biathlon-Zielscheiben an, bereiteten die Stände mit Unterlagen und Sandsäcken optimal auf das Liegend- bzw. Stehendschießen vor und erledigten noch allerhand andere notwendige Arbeiten. Organisator Peter Lugbauer zeigte sich zufrieden. Nun musste am Samstag nur noch Stadtrat Alfred Wittmann mit seiner Schirmherrschaft seinen Teil zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Dieses "Amt" verlangte ihm allerdings aufgrund des unberechenbaren Wetters einen intensiven Einsatz ab. Da die zu laufende Strecke unter freiem Himmel durch eine Wiese absolviert werden musste, wäre ein durchweichter, schlammiger Boden denkbar ungünstig.
48 Teilnehmer - jung und "älter" - stellten sich der Herausforderung, ein Sommerbiathlonzeichen zu erwerben. Bevor die ersten Teilnehmer in den Wettbewerb geschickt wurden, erklärte Gausportleiter Peter Lugbauer den Biathleten nochmals den genauen Rennablauf.
Für das Sommerbiathlonzeichen in Bronze müssen 2 x 1000 Meter gelaufen und 2 x 5 Schuss liegend geschossen werden - und das alles in weniger als 25 Minuten. Das Gewehr darf dabei auf Sandsäcken aufgelegt werden. Für einen Fehlschuss muss keine Strafrunde absolviert werden, sondern 30 Sekunden werden zur Endzeit addiert. Für Silber hat man 35 Minuten Zeit; muss allerdings insgesamt 3 km laufen, wobei 2 x 5 Schuss liegend und 1 x 5 Schuss stehend abgefeuert werden müssen. Wer Gold in Empfang nehmen wollte, musste 4 km zurücklegen und jeweils 2 x 5 Schuss liegend und 2 x 5 Schuss stehend möglichst genau platzieren - und das alles in 45 Minuten.
Nach der Erklärung starteten die Schützen im 1,5- Minuten-Takt. An jedem der 10 Stände wartete eine Standaufsicht, die für die abgezählte Munition, den korrekten und reibungslosen Ablauf und das Notieren der Treffer zuständig war.
Der Wolkendecke über Roding wurden zwischenzeitlich immer bedrohlicher. Da aber der Schirmherr Alfred Wittmann selbst mit ganzem Körpereinsatz um das goldene Abzeichen kämpfte, erwies sich Petrus sehr gnädig. Diesem Umstand war es zu verdanken, dass alle Biathleten trockenen Fusses ihr Ziel erreichten und es erst dann zu regnen begann.
Erstmals wurde bei diesem Turnier auch ein Staffelwettbewerb ausgeschrieben. Eine Mannschaft setzte sich aus drei laufenden Schützen zusammen. Die Schüler (Jahrgang 92-90) mussten jeweils 2 x 800 Meter laufen und 2 x 5 Schuss liegend (aufgelegt) abgeben. Bei der Jugend (89-85) wurde der Schwierigkeitsgrad etwas erhöht: Die zweiten 5 Schuss mussten stehend abgefeuert werden. Bei diesem Wettbewerb wurde allerdings jeder Fehlschuss mit einer Strafrunde belegt.
Pünktlich zum Start der Staffelmannschaften versiegten die Regentropfen und der Wettbewerb konnte ohne Einschränkung fortgesetzt werden.
Das Erfreuliche am Sommerbiathlon 2004: Allen Teilnehmern konnten die entsprechenden Abzeichen überreicht werden: 28 Mal Bronze, 11 Mal Silber und auch 9 Mal Gold! Die Schnellsten der jeweiligen Gruppe wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Dies waren bei den Damen (2000 m) Andrea Bauer und Roswitha Schneider (beide Waldeslust Bahnhof Roding). Bei den Herren auf diese Distanz war nur Wolfgang Fuchs, ebenfalls Waldeslust Bahnhof Roding, unterwegs. In der Jugend/männlich dominierte Felix Laußer (Bergschütz Hitzelsberg) gefolgt von Stefan Reisinger (Waldeslust Bahnhof Roding). In der Kategorie Schüler/männlich führte Matthias Schoierer (Bergschütz Hitzelsberg) vor Tobias Sturm (TB 03 Roding) und Johannes Häusler (Gemütlichkeit Pösing). In der Gruppe Schüler/weiblich belegte Daniela Pinzinger (Immergrün Michelsneukirchen) den ersten Platz, gefolgt von Stephanie Feldmeier (ebenfalls Immergrün Michelsneukirchen) und Lena Wittmann (Waldeslust Bahnhof Roding).
Bei 3000 Metern war bei der männlichen Jugend Christian Bauer (Waldeslust Bahnhof Roding) am erfolgreichsten. Ihm dicht auf den Fersen war Reinhard Mages aus dem gleichen Verein. Den dritten Rang belegte Andreas Stelzl von den Reichsburgschützen Altenstadt.
Daniela Schoierer (Bergschütz Hitzelsberg) und Kathrin Ederer (Reichsburgschützen Altenstadt) dominierten in der Jugend/weiblich. Bei den Herren waren drei Vereinsmitglieder von Waldeslust Bahnhof Roding am schnellsten: Anton Rötzer, Bernhard Fisch und Martin Fuchs. In der Altersklasse ging nur Peter Stöberl (Waldeslust Bahnhof Roding) an den Start.
Drei Biahtleten vom Verein Burgschütz Neuhaus belegten die ersten drei Ränge in der Gruppe 4000 Meter Jugend/männlich: Stefan Götz, Dominik Bock und Christian Klein. Bei den Herren siegte Thomas Schwarzfischer (DJK Beucherling) vor Armin Schreiner (Waldeslust Bahnhof Roding) und Johann Kiener (Wildschütz Mitterkreith). In der Altersklasse schlugen sich Alfons Bräu (Perlbach Trasching) und Schirmherr Alfred Wittmann (Waldeslust Bahnhof Roding) äußerst tapfer.
Bei den 5 Staffeln in der Gruppe der Schüler bewiesen drei Michelsneukirchner "Damen" schnelle Beine und eine entsprechende Zielsicherheit. Steffi und Christina Feldmeier und Daniela Pinzinger (Immergrün Michelsneukirchen II) waren mit ihren 24 Minuten und 26,3 Sekunden sogar schneller als die Jugend-Staffel der Burgschützen Neuhaus (25:51,1). Auf den Rängen zwei bis fünf der Schüler landeten die Staffeln von Bergschütz Hitzelsberg, Gemütlichkeit Pösing, SG 1670 Roding und Immergrün Michelsneukirchen I.
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